Die Orgel

Die Orgel der Evangelischen Kirche Lienen ist 1969 von der Orgelbaufirma Gustav Steinmann, Vlotho, neu gebaut worden.

Die Orgel hat 3 Werke: 2 Manualwerke, die mit den Händen bespielt werden; als da sind das Rückpositiv im Rücken des Organisten, und das Hauptwerk, welches – wie der Name schon sagt – die kräftigeren Register beinhaltet. Links und rechts vom Hauptwerk stehen zwei Pedaltürme, jeweils in C- und Cis-Seite getrennt.


Die Orgel ist 1969 neu gebaut worden.

Unterhalb der Hauptwerkspfeifen befindet sich der Spieltisch, der als Spielschrank unten in das Gehäuse eingebaut ist.

Die Orgel ist vollmechanisch mit dem System der Schleif-Windlade ausgeführt. Bei der Schleiflade handelt es sich um eine Tonkanzellenlade: Für jeden Ton eines Werkes gibt es einen Hohlraum in der Windlade. Auf der Oberseite stehen die entsprechenden Pfeifen dieses Tones, auf der Unterseite schließt ein Ventil diesen Hohlraum (Kanzelle).

Wenn der Organist nun eine Taste drückt, kann Wind in die Kanzelle fließen. Wenn dann auch Register eingeschaltet sind, kann ein Ton erklingen.

Auf der Oberseite der Windlade befindet sich ein dünnes Brettchen. Dieses Brettchen hat identische Bohrungen mit der Oberseite der Windlade und der Unterseite der Pfeifenstöcke, auf denen die Pfeifen stehen. Dieses Brettchen kann nun so geschoben werden, dass die Löcher deckungsgleich sind. In diesem Falle wäre ein Register eingeschaltet und der Wind könnte zur Pfeife hindurch. Bei abgeschaltetem Register ist dieser Windfluss unterbrochen und die Pfeifen können nicht klingen.

Von den Tasten wird mit Winkeln, Hebeln und Wellen eine mechanische Verbindung zu dem Ventil hergestellt.

Disposition

Hauptwerk, C–g'''
1. Prinzipal8'
2. Rohrflöte8'
3. Oktave4'
4. Quinte2/3'
5. Waldflöte2'
6. Mixtur4–5 fach
7. Trompete8'
Rückpositive, C–g'''
8. Gedackt8'
9. Prinzipal4'
10. Blockflöte4'
11. Oktave2'
12. Sesquialtera2-fach
13. Sifflöte1'
14. Scharff Tremulant2-3 fach
Pedal, C–f'
15. Subbaß16'
16. Prinzipal8'
18. Rauschpfeife3-fach
19. Fagott16'

Die längste Pfeife ist etwa 2,70 m lang, die kleinste Pfeife nur 5 mm. Ein Teil des Pfeifenwerks ist aus Altmaterial zusammengestellt.

Joachim Kreienbrink
Orgelbaumeister BDO

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